Ökologische Farben
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Was zeichnet
ökologische Farben aus?
Natürliche Farben basieren auf in der Natur vorkommenden Rohstoffen,
die möglichst wenig weiterverarbeitet werden. Ihre biologischen
Vorteile kommen bei Herstellung, Verarbeitung und Gebrauch zum Tragen.
Dies umfaßt die umweltschonende Herstellung ebenso wie die gesundheitsverträgliche
Verarbeitung und die unbedenkliche Entsorgung von Farbresten. Natürliche
Farben profitieren dabei sowohl von zum Teil jahrhundertealten Erfahrungen
als auch von modernen Erkenntnissen und Weiterentwicklungen der Naturfarben-Chemie.
So sind heute für fast jeden Einsatzbereich technisch hochwertige
natürliche Farben erhältlich.
Bestandteile
von Farben
Farben enthalten Pigmente, Bindemittel, Lösemittel sowie Füll-
und Zusatzmittel.
Pigmente
Die Pigmente sind die wesentlichen Träger der Farbwirkung. Sie
sind im Anstrichmittel sehr fein verteilt. Je nachdem, ob diese feinen
Farbteilchen mehr durchscheinend oder undurchsichtig sind, spricht man
von "lasierenden" oder "deckenden" Pigmenten. Sie
werden grob in organische und anorganische Pigmente unterteilt. Die
natürlichen organischen Pigmente werden aus Tieren oder Pflanzen
gewonnen. Nahezu alle Pflanzen enthalten in irgendeiner Form farbige
Substanzen. Die Kunst der Pflanzen-Chemiker/innen besteht darin, diese
Farbstoffe aus der Pflanze zu extrahieren und sie später in einem
Anstrichmittel zu lösen. Die natürlichen anorganischen Pigmente
bestehen aus bunten Erden.
Bindemittel
Bindemittel haben die Aufgabe die Pigmentteilchen und die Füllstoffe
am Untergrund und untereinander fest zu verbinden. Hier wird in ölhaltige
und wasserlösliche Bindemittel unterschieden. Übliche Bindemittel
sind Leinöl, Casein (Milcheiweiß), oft in Kombination mit
ungebleichtem Bienenwachs. Zusätzlich kommen wertvolle Laub- und
Nadelbaumharze zum Einsatz. Diese haben als positiven Nebeneffekt zu
ihrer Wirkung als Bindemittel auch konservierende Eigenschaften, so
daß sich die Beigabe chemischer Konservierungsmittel erübrigt.
Naturharze werden insbesondere zur Lackherstellung verwendet, da sie
härtere Eigenschaften besitzen.
Lösemittel
Bindemittel und Pigmente müssen gelöst werden, um das Anstrichmittel
streichfähig zu machen. Welches Lösemittel zum Einsatz kommt,
hängt im Wesentlichen von der Löslichkeit des Bindemittels
ab. Bei Lösemitteln handelt es sich immer um flüchtige Substanzen.
Deshalb ist die Wahl des Lösemittels entscheidend, um eine akute
Belastung bei der Verarbeitung und der späteren Nutzung zu vermeiden.
Neben Wasser kommen als Lösemittel vor allem ätherische Pflanzenöle
(z.B. Zitrusfruchtschalenöle) oder Alkohol pflanzlicher Herkunft
in Betracht.
Die Lösemittel bestimmen aufgrund ihrer Eigenschaften leicht zu
verdunsten häufig den Geruch der Anstrichmittel.
Füll-
und Zusatzmittel
Die Füll- und Zusatzmittel übernehmen eine Reihe von Aufgaben.
Zum einen bringen sie "Masse" in die Farbe. Dies hat bei den
Füllmitteln teilweise ökonomische Gründe (Pigmente sind
teuer), zum anderen sollen die Zusatzmittel auch Eigenschaften des Anstrichmittels
beeinflussen. So können Verdickungsmittel, Trockenstoffe, Hautverhinderer,
Anti-Absetzmittel oder Konservierungsstoffe beigesetzt werden. Bei ökologischen
Farben sind diese Zusatzmittel selbst-verständlich auch auf natürlicher
Grundlage hergestellt und gesundheitlich unbedenklich.
Farbwirkung
Im Gegensatz zu chemischen Synthesefarben, die aufgrund ihres gleichbleibenden
Absorptions- und Reflektionsspektrums in ihrer Reinheit monoton, dabei
aber extrem intensiv wirken können, sind Naturfarben in ihrer Wirkung
sehr viel facettenreicher. Natürliche Farbtöne wirken in ihrer
Lichtreflexion vielschichtig und lebendig. Diese Lebendigkeit resultiert
aus der Vielfarbigkeit der Pigmente, denn in Naturfarben findet man
selten reine isolierte monochrome Pigmente. Dadurch wirken natürliche
Farbtöne oft harmonisch aufeinander abgestimmt.
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