Abbruch und Recycling
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Bauteil für
Bauteil demontiert
Der vertraglich vorgeschriebene Teilabriß des Naafi-Gebäudes
um 15 Meter musste zügig erfolgen. Dennoch war es möglich
den entsprechenden Gebäudeteil regelrecht zu demontieren und die
dabei anfallenden Materialien weitestgehend wieder zu verwenden. Hilfreich
war hierbei die Skelettkonstruktion des Gebäudeinnern. Ziel des
sorgfältigen Abbruchs war es, möglichst viele Bauteile zu
bergen und an andere Stelle als komplette Bauteile wieder zu verwenden.
Vorteil dieses Verfahrens ist nicht nur die Vermeidung von Müll
durch Stoffrecycling, sondern auch die komplette Einsparung der Herstellungsenergie
für neue Bauteile aus recycletem Material und die deutliche Reduzierung
der Transportwege. Für das Bauvorhaben wurden auch aus anderen
Gebäuden in der Region Bauteile ausgebaut, aufbereitet und im Ökozentrum
wieder verwendet.
Aluminiumbleche
auf neue Dächer
Die Aluminiumbleche wurden sorgfältig demontiert und nicht nur
das Aluminium als Rohstoff genutzt, sondern ganze Blechelemente an anderer
Stelle wieder verwendet.
Altholz zu
Bauholz
Das gleiche gelang mit den Sparren und Pfetten des Dachstuhls und den
Deckenbalken. Sie wurden bei verschiedenen Bauvorhaben wieder eingebaut.
Stein für
Stein
Die große Masse des Gebäudes, ca. 200 Kubikmeter hochwertige
Ziegelsteine wurde komplett wiederverwertet. Ganze Steine wurden von
Mörtelresten gereinigt. Sie dienen heute z.B. als beschwerende
Masse auf der Holzbalkendecke im Gebäude zur Schallschutzverbesserung.
Das restliche Ziegelmaterial wurde vor Ort geschreddert und als Unterbau
für die wassergebundene Decke, d.h. wasserdurchlässige Befestigung,
im Außenbereich eingebaut. Für die Innenwände wurden
fast ausschließlich vor Ort recyclete Kalksandsteine verwendet.
Kein Bauschutt, keine Herstellungsenergie, kein Transport!
Stahlteile
für die Außentreppe
Von der tragenden Stahlkonstruktion konnten einige Stützen und
Träger gerettet werden. Daraus wurde z.B. die Tragkonstruktion
der Außentreppe vor dem Gebäude errichtet.
Angenehme
Wärme aus gußeisernen Heizkörpern
Alle im Gebäude eingebauten Heizkörper waren hier im Gebäude
eingebaut oder sie konnten beim Abbruch eines benachbarten Gebäudes
gerade noch vor der Verschrottung gerettet werden. Durch ihren hohen
Strahlungswärmeanteil sorgen die Heizkörper für angenehme
Wärme in den Räumen.
WC-Trennwände
Sie waren noch voll funktionstüchtig und wären wohl auf dem
Müll gelandet. Sie wurden z.T. mit neuer Farbe versehen und ihrem
ursprünglichem Verwendungszweck entsprechend wieder eingebaut.
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Ökozentrum - Artilleriestraße
6 - 27283 Verden
04321-957-0 (Ansagetext mit den Durchwahlnummern) - Fax: -400
buero@oekozentrum.org