Baudokumentation 3

Kauftermin: 20.10.1997
Am 20. Oktober 97 konnten wir endlich den Kaufvertrag unterschreiben. Wir bekamen sofort die Schlüssel für unser Haus: Vom Tresorschlüssel bis zum Vorhängeschloß war so ziemlich alles vertreten. Die Tresore waren leider leer. Gefeiert wurde dennoch.

Baubeginn: 21.10.1997
Und schon einen Tag später begannen die Arbeiten auf der Baustelle

Juli 1998: Biber-Eröffnung
Die Baugenehmigung gerade noch rechtzeitig 4 Wochen vor der Biber-Eröffnung. Damit war der erste Abschnitt geschafft und alle konnten einen Eindruck gewinnen, wie das Gebäude später einmal aussehen würde. Der Biber konnte durch die größeren Räume seinen Betrieb erweitern. Mit dem Biber-Einzug floß auch die erste Miete, sodaß die Zwischenfinanzierung während der Bauzeit ungewöhnlich günstig war.

Dezember 1998:
Alraune und die “Grashüpfer” ziehen ein

Im Dezember 1998 wurden dann die nächsten Bereiche fertiggestellt. Die Frauenprojektschmiede Alraune konnte die Räume für ihr Frauen-Lesben und Mütterzentrum beziehen. Die kleine Kindertagesstätte “Grashüpfer” konnte ihre Arbeit mit 10 Kindern in den ökologisch ausgebauten Räumen beginnen. Hier zeigte sich, welchen Wert unsere Art zu bauen hat: In der Kindergruppe konnten Kinder aufgenommen werden, die in anderen Kindergärten sensibel auf verschiedene chemische Substanzen reagierten und hyperaktiv wurden. Umgeben von natürlichen Baustoffen wie Lehm konnten sich diese Kinder sichtbar erholen. Außerdem ermöglicht die überschaubare Gruppengröße, Kinder aufzunehmen, die in anderen Kindergärten starke soziale Probleme haben.

April 1999: das imena, die Umweltwerkstatt und das Ballettstudio Christa Weise ziehen ein
Das imena nimmt im April 1999 seine Arbeit im Ökozentrum auf. Im gleichen Monat eröffnet das Ballettstudio Christa Weise im neuen großen Tanzraum. Es zeigte sich sehr schnell , daß die Südfassade wirklich als “Sonnenfalle” funktioniert. Nun wurde Sommer und der Sonnenschutz war noch nicht montiert. Das brachte einige ins Schwitzen.
Die Umweltwerkstatt zog aus der Herrlichkeit 1 in die Artilleriestraße. Einzig störend fanden die Umweltengagierten den neuen Straßenname: wahrlich keine Verbesserung! Das Foyer sollte zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt sein. Aber die Foyertreppe ließ noch auf sich warten…

Juni 1999: Einzug derer, die noch nicht wußten wie sie heißen
aber wissen was sie tun:

Die einen machen politische Kampagnen für eine ökologische, demokratische, sozial gerechte (Welt)Wirtschaftsordnung. Heute heißen sie Share. Später verwandelte Share zumindest fast das ganze Ökozentrum zum ersten Bundesbüro von Attac. Die anderen planen ökologische Gebäude: Ö.Contur Architekturbüro für Baukunst und Natur. Sie hatten als planende und bauleitende Architekten des Projekts bereits vorher ein provisorisches Baustellenbüro eingerichtet.

August 1999: Wohnen im Ökozentrum
Jetzt kehrt richtig Leben im Ökozentrum ein: Die ersten Wohnungen werden bezogen. Bis heute wohnen 8 Erwachsene und 4 Kinder von 0-11 Jahren hier. Besonders für die Kinder ist es ein echtes Lebensparadies.

September 1999:
Die Naturheilpraxis wird fertiggestellt
In angenehmer Atmosphäre wird die Naturheilpraxis für traditionelle chinesische Medizin von Manuela Terlinden feierlich eingeweiht.

Dezember 1999:
Bei Liekedeelers beginnt der Probebetrieb.
Das Cafe, Restaurant, Kneipe wird damit zum Treffpunkt für Menschen im Ökozentrum und aus der Umgebung.

Januar 2000: das Tagungshaus ist eröffnet
Im “forum” gibt es Platz für Seminare mit Übernachtungsmöglichkeit.
Das modellhaft sanierte Gebäude wird auch im Tagungsbetrieb als Anschauungsobjekt genutzt, um ökologische Bauweisen zu zeigen. Unsere Erfahrungen werden so an andere Projekte und Einzelpersonen weitergegeben und diese ermutigt, selbst neue Wege zu gehen.

Forum für Baubiologie und Gesundheit
Im Forum für Baubiologie werden Vorträge, Weiterbildungsmaßnahmen und eine kompetente Beratung rund um das Thema ökologisches Bauen und Gesundheit für eine breiten Öffentlichkeit angeboten.

2000- 2005: einige Ein- und Auszüge, viel Kontinuität
Seit alle Räume fertig gestellt sind, gab es noch einige Neueinzüge, dazu gehörten Attac, Nabu und BUND, die neu gegründeten Vereine Bewegungsakademie, Bewegungsstiftung, Articulation und Campact, sowie der BUH e.V. Mittlerweile sind die Alraune und Naturheilpraxis ausgezogen. Unser Restaurant Liekedeeler hatte eine wechselvolle Geschichte. Heute bietet das “etwas andere Restaurant” verführerisch leckeren Mittagstisch, Abendkarte und Partyservice.

2006- Vorplanungen für eine Erweiterung des Ökozentrums
Da das Ökozentrum bereits jetzt aus allen Nähten platzt laufen bereits Vorplanungen für eine mögliche Erweiterung.

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